Denkmalreise

Ministerin Schopper auf Denkmalreise in Rastatt, Baden-Baden und Bad Wildbad

Ministerin Theresa Schopper hat ihre Denkmalreise 2026 im Regierungsbezirk Karlsruhe fortgesetzt. In Rastatt, Baden-Baden und Bad Wildbad zeigt sich, wie Wissenschaft und privates Engagement das kulturelle Erbe erhalten.

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Von archäologischer Spurensuche bis zur neuen Nutzung historischer Gebäude: Ministerin Theresa Schopper hat ihre Denkmalreise 2026 im Regierungsbezirk Karlsruhe fortgesetzt. In Rastatt, Baden-Baden und Bad Wildbad zeigt sich, wie Wissenschaft und privates Engagement das kulturelle Erbe erhalten. Die Reise stimmt auf den Tag des offenen Denkmals am 13. September ein.

Am Mittwoch, 2. September, besuchte Ministerin Schopper drei Stationen im Regierungsbezirk Karlsruhe. Im Mittelpunkt standen Denkmale und Sammlungen, die Menschen, Regionen und Ideen miteinander verbinden – und die starken Netzwerke, die sie erhalten. Die Denkmalreise 2026 und der Tag des offenen Denkmals stehen in diesem Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.

Ministerin Schopper: „Ob unter der Erde oder weithin sichtbar im Ortsbild – jedes Denkmal eröffnet einen Zugang zu unserer Geschichte. Es erinnert uns daran, dass kulturelles Erbe nie das Werk Einzelner ist, sondern immer das Ergebnis gemeinsamer Leistung und gemeinsamer Verantwortung.“

Rastatt: Knochenfunde als Quellen der Geschichte

Die Tour des zweiten Tages der Denkmalreise führte Ministerin Schopper zum Osteologischen Archiv beim Zentralen Fundarchiv in Rastatt. Tierische und menschliche Knochen gehören zu den häufigsten Funden bei archäologischen Ausgrabungen. Ihre Auswertung liefert wichtige Erkenntnisse über die Lebensbedingungen und wirtschaftlichen Verhältnisse vergangener Zeiten. Da sich die wissenschaftlichen Analysemethoden stetig weiterentwickeln, werden Knochenfunde ebenso wie andere archäologische Funde als wertvolle Quellen aufbewahrt. So stehen sie auch für künftige Untersuchungen zur Verfügung.

„Archäologie ist oft echte Spurensuche. Was zunächst unscheinbar wirkt, kann Jahrzehnte später mit neuen Methoden ganz neue Erkenntnisse liefern. Die Infrastruktur in Rastatt bildet die Grundlage, dass sorgfältig dokumentiert und bewahrt werden kann“, betonte Ministerin Schopper.

Baden-Baden: Privates Engagement bewahrt Villenkultur

Anschließend besichtigte die Ministerin die Villa Dikte in Baden-Baden. Die denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1903 wird von einer jungen Familie mit großem persönlichem Einsatz und viel Respekt vor der historischen Substanz instandgesetzt. Erhaltene Außenanlagen und Fassaden, historische Stuckdecken, Wandausstattungen, Böden, historische Türen und Fenster samt hölzerner Rollläden vermitteln bis heute den Charakter der Baden-Badener Villenkultur um die Jahrhundertwende. Die Villa steht beispielhaft dafür, welchen Beitrag private Eigentümerinnen und Eigentümer zum Erhalt des kulturellen Erbes leisten.

„Denkmale brauchen Menschen, die Verantwortung übernehmen. Die behutsame Instandsetzung der Villa Dikte zeigt eindrucksvoll, wie privates Engagement Geschichte bewahrt und zugleich ein Kulturdenkmal mit neuem Leben füllt“, so Ministerin Schopper.

Bad Wildbad: Historische Infrastruktur neu belebt

Zum Abschluss des zweiten Tages besuchte Ministerin Schopper den Königlich Württembergischen Bahnhof und Waschhaus in Bad Wildbad. Er erinnert an die große Bedeutung der Eisenbahn für die Entwicklung des Kurortes und des Enztals. Das repräsentative Ensemble mit seinen reich verzierten gusseisernen Konstruktionen und kunstvollen Stuckarbeiten konnte durch private Initiative umfassend instandgesetzt und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Es zeigt eindrucksvoll, wie historisch bedeutende Infrastruktur auch heute identitätsstiftende Orte schaffen und neue Perspektiven für die Zukunft eröffnen kann.

„Dass der Königlich Württembergische Bahnhof und Waschhaus Bad Wildbad heute wieder in neuem Glanz erstrahlen, verdanken wir der Initiative privater Bauherren. Mit großem Herz für die Kulturdenkmale haben sie Fachexpertise eingeholt, sich um Förderungen bemüht und die Instandsetzungen erfolgreich vorangebracht. Ich freue mich sehr über neue Nutzungen und neue Netzwerke, die hier entstehen, und danke allen Beteiligten für ihre Tatkraft“, so Ministerin Schopper.

Rottweil eröffnet das Denkmalwochenende

Als Höhepunkt der Denkmalwoche findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals 2026 am Sonntag, 13. September 2026, mit vielen Aktionen im ganzen Land statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Die landesweite Eröffnung beginnt mit der Nacht des offenen Denkmals. Diese wird ­- in Anwesenheit von Ministerin Schopper – in Rottweil gefeiert und zwar am Samstag, 12. September, ab 17 Uhr im Kapuziner.

Weiterführende Informationen zur Nacht und zum Tag des offenen Denkmals gibt es unter www.denkmalpflege-bw.de und www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Denkmalreise 2026: vier Tage, viele Verbindungen

Im Rahmen der jährlichen Denkmalreise besucht die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Theresa Schopper dieses Jahr 1. und 2. sowie 7. und 8. September wieder ausgesuchte Kulturdenkmale im ganzen Land. Das gesamte Programm der Denkmalreise 2026 finden Sie hier.

Hinweis für die Redaktionen

Fotos der einzelnen Stationen stehen zeitnah nach den Terminen zum Download bereit unter https://mlw.baden-wuerttemberg.de/mediathek/

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen

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