Sonderprogramm „Wohnen im Kulturdenkmal“

Eine Million Euro für drei Leuchtturmprojekte und 16 Konzeptgutscheine

Die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi MdL, hat am 19. November 2025 eine Million Euro für drei Leuchtturmprojekte und 16 Konzeptgutscheine aus dem Sonderprogramm „Wohnen im Kulturdenkmal“ freigegeben.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Storzhof in Zimmern ob Rottweil-Flözlingen

Ministerin Razavi: „Mit ‚Wohnen im Kulturdenkmal‘ haben wir einen Nerv getroffen: Der Andrang auf unser Sonderprogramm war auch bei seiner diesjährigen Neuauflage ungebrochen, die Mittel sind nun vollständig ausgeschöpft. Ich freue mich, dass wir 19 weiteren Projekten auf die Startrampe helfen können.“

„Es gibt bereits zahlreiche gelungene Beispiele dafür, wie man in Kulturdenkmalen Wohnraum schaffen kann“, so Razavi. „Diese Projekte unterstützen wir im Rahmen unserer klassischen Denkmalförderung Jahr für Jahr. Mit unserem Sonderprogramm haben wir noch einmal eine Schippe draufgelegt: Es setzt bereits bei der ‚Ideenphase‘ an, das heißt: Wir fördern im Rahmen dieses Programms auch die Erstellung von Konzepten, wie man in Denkmalen Wohnungen schaffen kann, sowie Leuchtturmprojekte. Diese besonders spannenden, beispielgebenden Projekte unterstützen wir mit einer verstärkten Sonderförderung. Wir kombinieren in diesem Programm also die Erhaltung von Kulturdenkmalen mit der Schaffung von Wohnraum. Das ist nachhaltig im besten Sinne.“

Das im Jahr 2022 ins Leben gerufene Sonderprogramm „Wohnen im Kulturdenkmal“ wurde im April 2025 neu aufgelegt. Beim Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart sind im neuen Antragszeitraum insgesamt 38 Anträge auf Förderung eingegangen. 

Für die drei Leuchtturmprojekte können insgesamt 685.000 Euro bewilligt werden. Die Leuchtturmprojekte können generell mit maximal 300.000 Euro gefördert werden; die konkrete Fördersumme richtet sich nach den förderfähigen Kosten.

Konzeptgutscheine werden je nach Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben an Denkmaleigentümer oder sonstige Antragsberechtigte ausgegeben, die bereit sind, sich für ihr Kulturdenkmal ein Konzept zur Nutzung von Wohnraum erarbeiten zu lassen. Freigeben werden 15 Konzeptgutscheine in Höhe von je 20.000 Euro und ein Konzeptgutschein im Wert von 15.000 Euro. 

Die förderfähigen Maßnahmen – Leuchtturmprojekte:

Die förderfähigen Maßnahmen – Konzeptgutscheine:

Hintergrund: Wohnen im Kulturdenkmal

Mit dem von der Landesdenkmalpflege konzipierten Sonderprogramm „Wohnen im Kulturdenkmal“ unterstützt das Land die Eigentümerinnen und Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden dabei, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen bzw. vorhandenen Wohnraum wieder nutzbar zu machen. Das erste Sonderprogramm war im Mai 2022 gestartet. Insgesamt konnten 2,64 Millionen für neun Leuchtturmprojekte, 33 Konzepte und zwei Multiplikatoren-Boni freigegeben werden. 

Im April 2025 wurde das Programm mit einem Volumen von einer Million Euro für die Jahre 2025 und 2026 neu aufgelegt. Förderanträge konnten bis Ende Juni gestellt werden. Die Mittel sind insoweit aufgebraucht.

Weitere Meldungen

NBBW Planungswerkzeug
N!BBW

Termine der N!BBW-Workshops 2026

Junge Menschen vor der Staatsgalerie
Städtebauförderung

Nichtinvestive Städtebauförderung 2026 startet

Grünstreifen neben Parkplätzen
Flächenmanagement

Neue Prämien: Entsiegelung von Flächen und Flächenmanager

Baustelle, Blick von unten an einem roten Kran hoch
Wohnraumoffensive

Bau-Turbo: Land unterstützt die Kommunen

Kirche und Häuser aus Bauklötzen
Innovationspreis

Wie Kirchen Wohnraum schaffen: Preis für zehn Projekte

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
SAPOS

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Ministerin Nicole Razavi MdL mit Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, am Rande des Plenums
Baurecht

Ministerin Razavi: „Ein Gesetz für die Landesverteidigung“

Ministerin Nicole Razavi MdL
Bauberufsrecht

„Mit dieser Novelle verbessern wir das Architekten- und Ingenieurrecht.“

Bad Herrenberg
Städtebau

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Von links: Michael Schopp (LGL), Amtschef des MLW Dr. Christian Schneider, LGL-Präsident Dieter Ziesel, Martina Ott (LGL) und Stephan Bludovsky (LGL) stellen die App "BW mobil" auf der CMT vor.
Geodaten

Mit amtlichen Karten mobil unterwegs: Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Zimmermann auf Dach
Baurecht

Bauen mit Holz wird erleichtert

Sonnenstube in Sexau
Städtebauförderung

Städtebaumaßnahme „Ortskern“ in Sexau erfolgreich abgeschlossen

Bauarbeiter kontrolliert Mauerwerk mit Wasserwaage
Strategiedialog

Clever Bauen BW: Land sucht und fördert Modellprojekte

Stahlträger
Wiederverwendung

Land fördert die Wiederverwendung von Bauteilen