Bereits in der Projektvorbereitung wurde unter dieser Maxime eine intensive Bedarfsplanung mit Beteiligung der ortsansässigen Vereine durchgeführt. So umfasst das Gebäude eine Zweifeld-Sporthalle, eine Bühne sowie einen Gymnastikraum. Ergänzt wird es durch Nebenräume mit einer Aufbereitungsküche, Essens- und Aufenthaltsbereiche sowie Besprechungsräumen. Mit diesem Raumprogramm steht die Halle vielen Nutzungsgruppen zur Verfügung. Tagsüber dient ein Aufenthaltsbereich als Mensa der angrenzenden Schule, ansonsten wird die Halle als Sport- und Versammlungsstätte für kulturelle Veranstaltungen und Vereinssport genutzt.
Durch die Platzierung auf dem Grundstück fügt sich die Mehrzweckhalle mit einer Bruttogrundfläche von 1941 m² in die Gesamtanlage von Schul- und Kindergartengebäuden ein, schafft definierte Freiräume und orientiert sich bewusst zum Vorplatz und den angrenzenden Schul- und Grünanlagen. Dabei wurde der Baumbestand auf dem Gelände in die Konzeption einbezogen und auch während der Bauausführungen erhalten.
Die Mehrzweckhalle besticht durch ihre klare, kubische Form. Die Fassadenöffnungen sind auf die Nutzungen und den Außenraum abgestimmt. Das Tragwerk aus Stahlbeton und Holzwerkstoffen folgt einem Raster, das eine wirtschaftliche Umsetzung mit hohem Präfabrikationsgrad ermöglicht. Sowohl Wand- als auch Fassadenelemente des Holz-Hybridbaus konnten vorgefertigt werden. Vertikale Holzelemente prägen die Fassade und schaffen eine langlebige, widerstandsfähige Gebäudehülle mit hoher ästhetischer Qualität.
Ein Solargründach sowie der Anschluss an das Nahwärmenetz tragen zu einer nachhaltigen Energiegewinnung bei. Für das Regenwassermanagement wurde mit Rigolen und Versickerungsmulden eine naturnahe Methode realisiert, um Niederschlagswasser zu versickern und so die Kanalisation zu entlasten sowie den Grundwasserhaushalt zu verbessern.
Durch die sorgfältige Auswahl entsprechender Baustoffe und Bauprodukte wurden die in N!BBW angegebenen Anforderungswerte zu Formaldehyd- und TVOC-Konzentrationen deutlich unterschritten.
Ebenso vorbildlich wurde die Vorgabe zur Variantenbetrachtung hinsichtlich Ökobilanzierung und Lebenszykluskosten umgesetzt, um die bestmögliche Lösung zu finden.