145 Quadratmeter Grün: Die Stadt Mosbach hat auf einem Teilstück der Straße „Waldsteige“ einen Teil der Verkehrsfläche entsiegelt. Der mittlere Fahrstreifen wurde komplett zurückgebaut, an seiner Stelle wurden Rosen sowie eine Gräser-Blumen-Mischung gepflanzt. Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen hat die Maßnahme mit einer Entsiegelungsprämie in Höhe von 24.000 Euro unterstützt.
Mosbach ist die erste Stadt, die die neue Entsiegelungsprämie des Landes erhält. Die Prämie wurde im Frühjahr 2026 als Teil des „Aktionsplans Flächensparen“ neu geschaffen. Kommunen können damit für die vollständige Entsiegelung einer Fläche, die in ihrem Eigentum steht, je nach entstandenen Kosten eine Zuwendung von bis zu 40.000 Euro bekommen, für eine Teilentsiegelung bis zu 24.000 Euro. Teilentsiegelungen sind Maßnahmen, bei denen eine zuvor versiegelte Fläche mit wasserdurchlässigen Bodenbelägen versehen wird. Die Prämie wird pro kommunaler Fläche ausgezahlt. Voraussetzung ist, dass der Antrag innerhalb von zwölf Monaten nach Abschluss der Maßnahme gestellt wird. Mehr Informationen zu den Förderbedingungen sowie das Antragsformular gibt es hier.
Hintergrund:
In Baden-Württemberg sind nach Auswertungen des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung für die Raumanalyse Baden-Württemberg rund 220.000 Hektar versiegelt. Dies entspricht einem Anteil von 6,2 Prozent der Landesfläche. Damit ist knapp die Hälfte der für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzten Fläche versiegelt. Der Versiegelungsgrad (Anteil der versiegelten Fläche an der Gesamtfläche) schwankt zwischen rund 30 Prozent in Großstädten wie Mannheim und Stuttgart und knapp vier Prozent im Ländlichen Raum.


