Welche Baulücken bestehen in der Standortgemeinde? Wo befinden sich noch Potenziale für die Innenentwicklung? Welche Reserven finden sich noch im Flächennutzungsplan? Mit dem Digitalen Flächenmanagement soll den Kommunen im Land die Beantwortung dieser Fragen erleichtert werden.
Es geht darum, alle verfügbaren Flächenpotenziale der Standortgemeinde für die kommunale Planung und die kommunalpolitischen Entscheidungsprozesse sichtbar zu machen und eine gute Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Das Digitale Flächenmanagement ist ein browserbasiertes Geografisches Informationssystem (GIS), mit dem die oben stehenden Fragen gut beantwortet werden können. Zudem bietet es zugleich eine fundierte Flächenübersicht und Analysemöglichkeiten für alle Bauflächenpotenziale in der Kommune und damit eine wichtige Grundlage für nachhaltige Planung.
Aktueller Hinweis
Am 24. November 2026 geht das Digitale Flächenmanagement (DFM) landesweit an den Start. Ab diesem Zeitpunkt ist die Nutzung des DFM für alle Kommunen möglich. Bereits jetzt können sich Kommunen, Gemeindeverwaltungsverbände, Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften oder Nachbarschaftsverbände für das Tool registrieren.
Zum Rollout informiert eine digitale Veranstaltung am Dienstag, 24. November 2026, von 10.30 bis 12 Uhr über das Tool und gibt Hilfestellungen für seine Nutzung. Für die Veranstaltung können Sie sich hier zeitnah anmelden.
Die Mehrwerte des Digitalen Flächenmanagements
- Einfach: Das Digitale Flächenmanagement erleichtert das Management von (potenziellen) Bauflächen, indem es mit wenigen Klicks die vorhandenen Flächenpotenziale aufzeigt. Es ermöglicht so unter anderem eine schnelle und einfache Verwaltung von Flächenpotenzialen durch automatisierte Datenerfassung und -analyse. Eine Erstbefüllung des Systems mit automatisiert erhobenen potenziellen Baulücken und Innenentwicklungspotenzialen wird vom Land bereitgestellt.
- Effizient: Das Digitale Flächenmanagement macht die Arbeit mit Potenzialflächen schlanker und leichter. Es optimiert Arbeitsabläufe durch eine benutzerfreundliche Oberfläche, bei der leicht weitere Informationen wie Luftbilder, Schutzgebiete oder Flächennutzungspläne eingeblendet werden können. Schnittstellen zu bereits bestehenden GIS-Systemen sollen umfassende Flächenanalysen erleichtern.
- Zeitgemäß: Das Digitale Flächenmanagement hat von Erfahrungen und Vorprojekten gelernt. Es stellt ein Tool am Puls der Zeit dar und ist auf Weiterentwicklungen ausgelegt.
- Maßgeschneidert: Das Digitale Flächenmanagement wird für und mit den Kommunen in Baden-Württemberg entwickelt. Der kommunale Anwender bzw. die kommunale Anwenderin steht im Fokus. Zudem ist das WebGIS-Tool kostenfrei: Den Kommunen entstehen keine Kosten für die Nutzung, für Updates und die Systempflege.
: Auftaktveranstaltung
Die Auftaktveranstaltung fand am 8. Juli 2025 statt und stellte den offiziell Start in das Projekt dar. Hierbei konnten sich die Teilnehmenden aus den Kommunen, Regionalverbänden und Regierungspräsidien digital über das Konzept des Digitalen Flächenmanagements, den Zeitplan und die Mitwirkungsmöglichkeiten informieren.
: Anforderungserhebung
In der von Juli bis Oktober 2025 stattgefundenen Anforderungserhebung wurden zusammen mit den Kommunen, Regionalverbänden und Regierungspräsidien die Anforderungen an das Digitale Flächenmanagement formuliert. Die insgesamt vier Workshops vor Ort und acht themenbezogenen digitalen Workshop waren von einer regen Teilnahme und einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre geprägt. Die Anforderungen wurden in der Folge gesammelt, priorisiert und in Arbeitsaufträge für die darauffolgende Entwicklung übersetzt.
: Prototyp
Auf Basis der Ergebnisse der Anforderungserhebung wurde ein Prototyp für die Darstellung des visuellen Erscheinungsbildes und der Benutzerführung des Digitalen Flächenmanagements erarbeitet. Der Prototyp stellt zwar noch keine Websoftware im eigentlichen Sinne dar, bildete aber die Grundlage für die darauf folgende Softwareentwicklung.
: Informationveranstaltung
Die Abschlussveranstaltung am 1. Dezember 2025 bildete das offizielle Ende der Anforderungserhebung. Themen waren der Rückblick auf die Anforderungserhebung gegeben, die Vorstellung des aktuellen Prototyps und ein Ausblick auf die Pilotierung. Einen Mitschnitt der digitalen Veranstaltung finden Sie auf unserem YouTube-Kanal unter folgendem Link.
: Start Softwareentwicklung
Mit der Freigabe des Prototypen begann die heiße Phase der Softwareentwicklung. In mehreren sogenannten Sprints und auf Grundlage des Prototypen sowie den Ergebnissen aus der Anforderungserhebung wird das Digitale Flächenmanagement als WebGIS-Tool programmiert.
: Pilotierung
Während der Pilotierung prüften interessierte Kommunen von April bis Juni 2026 als Erstnutzer das Digitale Flächenmanagement auf Herz und Nieren. Da sich die Pilotierung mit der Entwicklung überschneidet, verfügte das Tool hierbei über einen Großteil aber noch nicht über alle anvisierten Eigenschaften und Fähigkeiten.
: Rollout
Mit der digitalen Auftaktveranstaltung am 24. November steht das Digitale Flächenmanagement allen Kommunen im Land als Angebot zur Verfügung. Unter folgendem Link können Sie sich für die Auftaktveranstaltung anmelden.
Darüber hinaus können Sie sich bereits jetzt als Kommune, Gemeindeverwaltungsverband, Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft oder Nachbarschaftsverband für das Tool registrieren. Dadurch erhalten Sie rechtzeitig zum Rollout alle Informationen zur Nutzung des DFM einschließlich des Entwurfs des Auftragsverarbeitungsvertrages, dessen Unterzeichnung Voraussetzung zur Nutzung des DFM ist.
: Weiterentwicklung
Da nicht alle Anforderungen bei der Softwareentwicklung umgesetzt werden können und zudem während des Betriebes weitere zukünftige Einsatzmöglichkeiten des Tools sichtbar werden, sind auch Weiterentwicklungen des Digitalen Flächenmanagements angedacht.
Fragen und Antworten zum Digitalen Flächenmanagement
Das Digitale Flächenmanagement richtet sich vornehmlich an die Kommunen in Baden-Württemberg und hierbei insbesondere die Fachämter, die mit der Planung, Entwicklung, Bebauung sowie Steuerung von Bauflächen zu tun haben (wie etwa Stadtplanung, -entwicklung, Liegenschaften, Baurecht und -verwaltung).
Das Tool stellt ein sogenanntes WebGIS dar, das heißt ein im Internetbrowser zu bedienendes Geografisches Informationssystem (GIS) mit dem bestehende und zukünftige (potenzielle) Flächenpotenziale im Innen- wie im Außenbereich erhoben, verwaltet und mit dem Ziel gemanagt werden, diese zu aktivieren und eine Bebauung zu ermöglichen.
Das Land Baden-Württemberg stellt das Tool kostenfrei für alle Kommunen zur Verfügung.
Mit der digitalen Auftaktveranstaltung am 24. November steht das Digitale Flächenmanagement allen Gemeinden im Land als Angebot zur Verfügung.
Schon jetzt können sich Kommunen, Gemeindeverwaltungsverbände, Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften oder Nachbarschaftsverbände für das Tool registrieren. Dadurch erhalten Sie rechtzeitig zum Rollout alle Informationen zur Nutzung des DFM einschließlich des Entwurfs des Auftragsverarbeitungsvertrages, dessen Unterzeichnung Voraussetzung zur Nutzung des DFM ist.
Die Hardwarevoraussetzungen können über folgenden Link abgerufen werden.
Jede registrierte Kommune hat auf die Flächen innerhalb der eigenen Gemarkung vollumfänglichen Lese- und Schreibzugriffe (je nach zugewiesener Rolle können sich die Zugriffmöglichkeit je kommunalem Nutzer unterscheiden). Teilnehmende Gemeindeverwaltungsverbände, Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften oder Nachbarschaftsverbände sowie die Regionalverbände haben nur eingeschränkten lesenden Zugriff auf die Daten ihres Verbandsgebietes.
